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Frauenalltag in Kriegs- und Nachkriegszeit

Explizit zum Thema Frauenalltag sind in der Werkstatt der Erinnerung 22 Interviews vorhanden, davon 18 lebensgeschichtliche Interviews und vier themenbezogene Befragungen. Es gibt inhaltliche Überschneidungen zu den Beständen aus den Bereichen der politischen Verfolgung, NS-Sozialisation sowie Nachkriegszeit: Mangelerfahrung, Lebenshaltung und Wohlstandshoffnung.

Die befragten Frauen wurden zwischen 1897 und 1939 geboren und entstammen unterschiedlichen Milieus. Ungefähr die Hälfte der Frauen erlebte die NS-Zeit, Krieg und Nachkriegszeit als Erwachsene, während die andere Hälfte in den 1920er Jahren geboren wurde und die entsprechende Zeit als Jugendliche wahrnahm.

Die große Heterogenität des Bestandes spiegelt sich in den angesprochenen Themen wieder: NS-Zeit, Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg und die Situation in der Nachkriegszeit werden in den Interviews behandelt – aber aus sehr unterschiedlichen Perspektiven. Drei der Interviews wurden ganz auf Video aufgezeichnet. Sieben der befragten Frauen treten in dem Film "Trümmerjahre – Frauen in Hamburg 1943-1953" (Regie: Beate Meyer, D 1993) auf.

 

Literatur:

Ingeborg Grolle: Frauen nach dem Krieg 1945-1950, Hamburg 1994.

Dies. und Rita Bake: "Ich habe Jonglieren mit drei Bällen geübt". Frauen in der Hamburgischen Bürgerschaft. 1946 bis 1993, Landeszentrale für politische Bildung, Hamburg 1995.

Beate Meyer: Anpassung, Selbstbehauptung und Verdrängung. Zum Berufsalltag zweier Mitläuferinnen im Nationalsozialismus, in: Kirsten Heinsohn; Barbara Vogel u. Ulrike Wecker (Hg.): Zwischen Karriere und Verfolgung. Handlungsräume von Frauen im nationalsozialistischen Deutschland, Frankfurt/Main 1997, S. 166-188.

Monika Sigmund: Lebenssituationen und Überlebensstrategien. Frauen in St. Pauli 1939-1950, Magisterarbeit, Hamburg 1994.

 

 

Mehr Informationen zu unseren Beständen erhalten Sie über:

Werkstatt der Erinnerung
in der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg
Beim Schlump 83 D-20144 Hamburg
Fon: +49 40 - 43 13 97-20 Fax: +49 40 - 43 13 97-40
E-Mail: apel[at]zeitgeschichte-hamburg.de